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Zen-Dance

Zen, in der Kunst des Tanzen

"Zen – Dance",  warum nicht mehr "Life – Dance" ?
Von Dirk Matzik
 
Seit 1998 biete ich Tanzseminare mit der Überschrift „Life-Dance“ an. Seminare, die zu mehr Lebendigkeit und größerer Lebensfreude führen.
 
Jetzt musste ich erfahren, dass die Bezeichnung „Life-Dance“ durch einen anderen Anbieter, der mit Bewegung und Musik arbeitet, geschützt ist. Dieser Anbieter hat es mir untersagt, meine Seminare weiter unter der Bezeichnung „Life-Dance“ anzubieten.
Das musste ich erst einmal annehmen lernen und der Abschied von der Bezeichnung „Life-Dance“ war durchaus mit Gefühlen der Trauer verbunden.
Doch es hat nicht lange gedauert bis ich auf die Chance gestoßen bin, die eine Namensänderung meiner Bewegungsarbeit in sich trägt.

Durch diese Situation bin ich nun gezwungen worden noch einmal in mich zu gehen und mich zu fragen, auf welchem Hintergrund ich meine Tanzseminare anbiete?
 
Nun bin ich ganz froh über den Prozess, den ich erfahren durfte und die Erkenntnisse, die mir da aufgeleuchtet sind.
Da meine Tanzseminare ganz auf dem Boden aufbauen, der sich aus meinen Lebens- und Berufserfahrungen gebildet hat, kann ich mehr denn je erkennen, welches die Pfeiler sind, auf denen meine Bewegungsarbeit gründet.
In meinem Leben gibt es drei Bereiche, die mich und meine Persönlichkeit grundlegend geprägt haben.
 
1.         Der erste Bereich ist die Zen-Meditation. Das Zen in der Übung des Stillseins, im Sitzen, ist eine vertiefende und erweiternde Bewusstseinserfahrung. Die Haltung der Zen Meditation und die damit verbundene Übung lässt mich immer wieder den Grund erfahren, der mich und alles was ist trägt. Das Studium des Zen ist das Studium der eigenen Existenz und lehrt, das Leben so zu sehen wie es wirklich ist. Die Erfahrung der Zen-Meditation ist die Erfahrung der wirklichen Wirklichkeit. Ich meditiere seit 1979. Durch die Erfahrung des täglichen und regelmäßigen Meditierens zu Hause und auf Seminaren, unter Anleitung anerkannter Zen-Meistern, wie Hugo Makibi Enomiya-Lassalle und Pater Johannes Kopp, hat sich meine Wahrnehmung für das was ist vertieft und geweitet. In meinen Seminaren ist das ein Segen für mich und die Welt.
 
2.         Mich zu Musik zu bewegen, ist immer schon eine Form gewesen, in der ich mich stark selbst erlebt und gefunden habe. Eine vertiefte Erfahrung im Tanzen habe ich durch viele Jahre Biodanza, bei unterschiedlichen Lehrerinnen, kennenlernen dürfen. Die Begegnung mit Biodanza war wirklich eine Offenbarung und das Tanzen ist nach wie vor für mich eine Tür zu Lebendigkeit und Lebensfreude. Auf dem Hintergrund meiner therapeutischen Fähigkeiten und den Erfahrungen die ich im Tanz gemacht habe, biete ich seit 1998 Seminare mit der Überschrift „Life-Dance“ an. So initiiere ich mit Begeisterung die Erfahrungsräume in denen ich selbst Freude, Leichtigkeit und Intensität gefunden habe.
 
3.         Die Entdeckung meiner Fähigkeit zu trauern und die Notwendigkeit, schmerzhafte Erfahrungen in meine Persönlichkeit zu integrieren, damit ich wachsen und mich weiter entwickeln kann, war eine weitere grundlegende Erfahrung. Trauerarbeit ist somit zu einer Haltung in mir geworden, die mich als Menschen zu immer mehr Annahme für das was ist befähigt. Selbst durch die Räume von tiefen Abschiedsschmerz gegangen zu sein, ist eine gute Grundlage andere Menschen darin zu Unterstützen Erfahrungen der Vergangenheit so in die Biografie zu integrieren, dass Hindernisse zu Fördernissen werden können.
 
Diese drei Erfahrungsräume ergänzen sich in wunderbarer Weise miteinander.
Und alle drei Erfahrungsräume haben eins gemeinsam - es reicht nicht aus darüber nachzudenken!
Man muss sich die Mühe machen das Stillsein zu üben, man muss die Bewegung im Tanz und die Musik mit Hingabe erfahren und die Trauer will genauso wie die Freude gelebt werden.
Somit geht es um das Einzige im Leben, was heilig ist, und das ist das Leben im „Hier“ und „Jetzt!
So einfach in Worte gefasst und nicht selbstverständlich zu leben. Wenn wir der Sehnsucht unseres Herzens nach Liebe und Frieden folgen, dann braucht es immer wieder Motivation, denn, das was wir wollen und uns wünschen ist ständig in Gefahr, von uns vergessen zu werden. Somit sind meine Seminare auch immer ein Raum, in dem wir uns an das erinnern was wir in unseren Herzen tragen und wonach wir uns sehnen. "Man muss das Leben tanzen." - Friedrich Nietzsche
Und so freue ich mich jetzt, mit dem neuen Namen Zen-Dance in der Welt zu sein!
Ihr Dirk Matzik,
Essen im März 2018
 

Was passiert im Tanzworkshop?
Das Miteinander im Workshop ist die Erfahrung von Geben und Nehmen in einem fließenden Prozess.
Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer ist Teilnehmer und Teilgeber zugleich. Indem die Funken der Lebendigkeit von einer zur anderen Person überspringen, kann Begeisterung entstehen. Hierzu reicht es, einfach nur da zu sein und sich selber Erlaubnis zu geben, dem Bewegungsfluss zu folgen.

„Beweg dich, dann bewegt sich was“.
Musik ist ein Medium, welches direkt unsere Gefühlswelten berührt, ohne von unserer Ratio gefiltert zu werden. Mit Musik aus unterschiedlichen Richtungen und Kulturen begeben wir uns auf eine Reise in unsere potenziellen Erfahrungswelten. Der Tanzraum ist ein besonderes Feld, in dem jede Person Achtung, Zuwendung, Zärtlichkeit und Freiheit erfährt. In diesem Freiraum ist ein spielerisches Ausprobieren der eigenen Möglichkeiten und Bedürfnisse möglich.

Wir tanzen was uns bewegt und erfahren uns in der Bewegung selber.
Durch vielfältige Tanzinspirationen und Übungen kommen wir mit der Gruppe und mit unserer eigenen Lebensenergie in Kontakt. In diesen Erfahrungsräumen finden wir uns selber und entdecken unsere eigene Lebendigkeit im Spiegel des Miteinanders neu. Wenn wir im Tanz unsere Lebendigkeit spüren, dann sind wir berührt vom Leben. In dieser Berührung sind wir ganz da und entwickeln Mitgefühl und Anteilnahme an unserer eigenen Existenz. In den Tanzworkshops erleben die Teilnehmer/innen eine besondere Qualität und Intensität des gegenwärtigen Erlebens.

Im Nachklang führt das zu mehr Selbstverständnis und Lebensfreude.
Es sind keine Tanzerfahrungen notwendig.
Es reicht, Lust auf Bewegung zu haben und auf die Begegnung mit sich selber und anderen Menschen.

Was unterstützt uns im Seminar?

1. Musik

Musik bringt uns in Bewegung, sie hilft uns, unser Denken zu lassen und unseren Körper und unsere Gefühle im „Hier und Jetzt“ wahrzunehmen.

Die respektvolle, achtsame Begegnung in den Tanzsequenzen und die Erfahrung, sich uneingeschränkt angenommen zu erleben, macht Mut, der inneren Sehnsuchtsspur zu folgen. Sich motiviert zu fühlen und sich zu trauen, so zu sein, wie es dem inneren Erleben entspricht, führt in die Freude über die eigene Existenz.

Die Erfahrung von zärtlichem und respektvollem Umgang lässt die Schutzmechanismen aufweichen und tiefen Kontakt mit sich selbst und den anderen Menschen erleben. Wenn Du ganz bei Dir bist, findest Du alles in Dir und realisierst, dass alle Menschen aus dem gleichen Stoff gemacht sind, und die Ängste verblassen immer mehr. Ein Mensch, der in die Tiefen seines Seins blickt, wird erkennen, dass er/sie nur eines wirklich will: „Lieben und geliebt werden“. Wenn wir diese Realität erfahren, lösen sich unsere Blockaden, und wir verwirklichen das, was wir wollen und sind. Wir öffnen uns für die Geschenke des Lebens...

"Tanz ist vollster, dichtester Ausdruck des Lebens." - Gertrud Prem
"Ich tanze, also bin ich." - Leopold Senghor
"Wenn das Licht aufspielt, tanzen die Schatten." - Wolfgang Poeplau
"Man muss das Leben tanzen." - Friedrich Nietzsche
Oh Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.“ Aurelius Augustinus.