Die Zen-Meditation ist ganz auf das Wesentliche ausgerichtet und an keine religiöse Anschauung gebunden. Somit ist sie überkonfessionell und offen für alle Menschen, egal welcher religiösen Anschauung sich der Meditierende verbunden fühlt.
Auf dem Weg der Zen-Meditation geht es um Mensch-Werdung. Der Meditierende erfährt auf diesem Weg mehr und mehr die Liebe, Achtung und Würde vor dem, was ist, und somit vor sich selbst.
Das Za-Zen (Meditieren im Sitzen) hat eine 1000-jährige Geschichte und hat sich, inspiriert durch die buddhistische Tradition, in Japan entwickelt.
In den vergangenen drei Jahrzehnten haben immer mehr Europäer die wunderbaren Wirkungen der Zen-Meditation entdeckt und zu einer Vertiefung ihres religiösen Lebens gefunden.
Einer der Pioniere auf dem Gebiet der Zen-Meditation (Zen-Kontemplation) für Christen war der Jesuiten-Pater Hugo M.Enomija-Lassalle. Pater Lassalle war der Wegbereiter für das christliche Zen und hat mit seinem Lebenswerk starke Impulse gegeben, die heute von vielen Priestern und Ordensleuten aufgegriffen werden und zu einem verstärkten interreligiösen Dialog beitragen.
Da wo Dein zu Hause ist, da bist Du ganz mit Dir konfrontiert, mit Deinem Körper, mit Deinen Empfindungen, mit Deinen Gedanken, Einstellungen und Sichtweisen.
Wenn es still wird und kein Input von außen Dich von der Wahrnehmung Deines momentanen Zustandes ablenkt, dann kommst Du mehr und mehr bei Dir zu Hause an.
Dem Zuhause im "Jetzt", das Dich von innen her nährt und in geheimnisvoller Weise zur Ruhe und zum Frieden kommen läßt.
Wir finden zur Ruhe und zum Frieden, wenn wir lernen, in der Situation zu
verweilen und der Versuchung widerstehen, uns von dem was ist abzulenken. Zur Ruhe und zur Gelassenheit zu finden
braucht die Annahme unserer Unvollkommenheit. Ganz zu werden fängt damit an, die innere Zerrissenheit anzunehmen. Er ist auch ein Teil von uns, und es ändert sich nichts wenn wir permanent auf der Flucht vor uns selber sind.
"Wer die wunderbaren Wirkungen der Stille erfahren will, muss sich schon selber der Mühe unterziehen, das Still-Sein zu üben."
(Graf Dürkheim)